Xreal One Pro im Test: Die professionelle tragbare Display-Lösung

Xreal One Pro im Test: Die professionelle tragbare Display-Lösung

Was ist die Xreal One Pro?

Die Xreal One Pro ist ein tragbares externes Display, das mithilfe von Sony-Micro-OLED-Technologie einen großen virtuellen Bildschirm vor den Augen des Nutzers projiziert. Das Gerät wird über USB-C DisplayPort Alt Mode mit kompatiblen Laptops, Smartphones, Handheld-Spielgeräten und Konsolen verbunden.

Anders als viele AR-Geräte, die vollwertige Spatial-Computing-Erlebnisse bieten wollen, konzentriert sich die One Pro darauf, einen stabilen und hochwertigen visuellen Arbeitsbereich in einem leichten Formfaktor bereitzustellen.

Zu den wichtigsten Verbesserungen gegenüber früheren Xreal-Modellen gehören:

  • Eigener X1-Spatial-Chip für eine verbesserte Bildstabilität
  • Größere Sony-Micro-OLED-Panels für mehr Helligkeit und Schärfe
  • Dreistufige elektrochrome Abdunkelung für eine flexible Lichtsteuerung
  • Verbesserte Ergonomie für längere Nutzungsdauer

Hardware-Design für längere Sitzungen

Das Design erinnert an eine hochwertige Sonnenbrille, während interne Verbesserungen das Gerät besser für den professionellen Einsatz geeignet machen.

Ausgewogene Gewichtsverteilung

Mit rund 75 g bietet die Brille eine ausgewogene Gewichtsverteilung, die den Druck auf die Nase verringert. Im Vergleich zu herkömmlichen VR-Headsets, die oft zwischen 450 g und 600 g wiegen, verbessert dies den Tragekomfort bei längerer Nutzung erheblich.

Nasenpads mit Luftrippen

Überarbeitete Silikon-Nasenpads verteilen den Druck gleichmäßiger und tragen so dazu bei, Ermüdung bei längeren Arbeitssitzungen zu verringern.

Gerichtetes Audiosystem

Integrierte Lautsprecher liefern klaren Klang und reduzieren gleichzeitig die Schallabstrahlung nach außen, sodass sich das Gerät für Videoanrufe oder Medienkonsum in gemeinsam genutzten Umgebungen eignet.

Kernfunktionen

X1-Spatial-Chip

Die Xreal One Pro führt den X1-Spatial-Chip ein, der Head-Tracking und Bildstabilisierung direkt auf dem Gerät verarbeitet, statt sich ausschließlich auf den angeschlossenen Computer oder das Smartphone zu verlassen.

Das sorgt für eine sehr geringe Latenz und eine verbesserte visuelle Stabilität, sodass virtuelle Bildschirme auch bei Kopfbewegungen fest im Raum verankert bleiben. Diese Stabilität ist besonders wertvoll bei der Arbeit mit Texten, Tabellenkalkulationen oder Design-Tools.

Sony-Micro-OLED-Display

Die One Pro nutzt zwei 0,68-Zoll-Micro-OLED-Panels von Sony, die größer sind als die 0,55-Zoll-Panels vieler früherer tragbarer Displays.

Zu den wichtigsten Merkmalen gehören:

  • Spitzenhelligkeit von bis zu 700 Nits
  • Sichtfeld von 57 Grad
  • Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz
  • Wahrgenommene Bildschirmgröße vergleichbar mit einem großen Monitor aus mehreren Metern Entfernung

Die höhere Helligkeit ermöglicht die Nutzung in helleren Umgebungen, während das Sichtfeld die Immersion steigert, ohne dass man ein klobiges VR-Headset benötigt.

Elektrochrome Abdunkelung

Über eine physische Taste am rechten Bügel lässt sich die Tönung der Gläser sofort anpassen.

Verfügbare Modi sind:

  • Transparenter Modus, um die Umgebung wahrzunehmen
  • Mittlere Tönung für gemischte Lichtverhältnisse
  • Vollständige Abdunkelung für ablenkungsfreies Sehen

Dank dieser Flexibilität kann die One Pro sowohl als Produktivitätswerkzeug als auch als privates Display zum Ansehen von Inhalten dienen.

Unterstützung von Korrekturgläsern bei Kurzsichtigkeit

Statt einer integrierten Dioptrieneinstellung setzt Xreal auf ein System mit Einsätzen für Korrekturgläser.

Dafür sind zwar individuell angefertigte Gläser nötig, doch der Ansatz ermöglicht:

  • Schärfe von Rand zu Rand
  • Stärkere Sehstärken
  • Korrektur von Astigmatismus
  • Gleichmäßige Schärfe über den gesamten virtuellen Bildschirm

Das ist besonders vorteilhaft für Fachleute, die in virtuellen Desktop-Umgebungen detaillierten Text lesen müssen.

Anwendungsfälle für Produktivität und Unternehmen

Die Xreal One Pro eignet sich besonders für Fachleute, die zusätzliche Bildschirmfläche benötigen und dabei mobil bleiben möchten.

Mobiles Multi-Monitor-Setup

Mit der Nebula-Software können Nutzer mehrere virtuelle Displays in ihrer Umgebung platzieren, sodass ein Laptop ohne physische Bildschirme als Multi-Monitor-Arbeitsplatz dienen kann.

Reisetauglicher Arbeitsplatz

Berater, Analysten und Remote-Mitarbeiter können im Zug oder Flugzeug einen großen digitalen Arbeitsbereich nutzen, ohne zusätzliche Monitore mitnehmen zu müssen.

Entwicklungs- und Test-Workflows

Entwickler können die Brille über USB-C DisplayPort Alt Mode direkt mit Laptops oder Handheld-Spielgeräten verbinden.

Medien und Gaming

Die hohe Bildwiederholrate und die große wahrgenommene Displaygröße sorgen für ein immersives Seherlebnis bei Filmen und Spielen, ohne dass ein Fernseher oder Monitor nötig ist.

Gerätekompatibilität

Die Xreal One Pro funktioniert mit Geräten, die USB-C DisplayPort Alt Mode unterstützen, darunter:

  • Windows-Laptops
  • MacBook-Geräte
  • Android-Smartphones mit Unterstützung für Videoausgabe
  • Steam Deck
  • ASUS ROG Ally
  • Spielkonsolen mit kompatiblen Adaptern

Je nach verfügbaren Anschlüssen benötigen manche Geräte unter Umständen Adapter.

Zu berücksichtigende Einschränkungen

Auch wenn die One Pro zu den fortschrittlichsten derzeit erhältlichen tragbaren Displays zählt, gibt es einige Einschränkungen:

  • Kein eigenständiges AR-Headset
  • Erfordert eine kabelgebundene Verbindung zu einem kompatiblen Gerät
  • Für kurzsichtige Nutzer ist ein Korrekturglas-Einsatz erforderlich
  • Das Sichtfeld ist kleiner als bei VR-Headsets
  • Die Verfügbarkeit der Nebula-Software hängt vom Betriebssystem ab

Diese Einschränkungen sind typisch für die aktuelle Generation tragbarer Display-Technologie.

Technische Daten

Merkmal | Wert

Display | Zwei 0,68″ Sony Micro-OLED

Auflösung | 1920 × 1080 pro Auge (Full HD)

Spitzenhelligkeit | Bis zu 700 Nits

Sichtfeld (FOV) | 57°

Bildwiederholrate | Bis zu 120 Hz

Prozessor | X1-Spatial-Chip (dediziert)

Abdunkelung | Elektrochrom (3 Stufen)

Audio | Integrierte gerichtete Lautsprecher (von Bose abgestimmt)

Konnektivität | USB-C DisplayPort Alt Mode

Gewicht | Ca. 75 g

Vergleich mit alternativen tragbaren Displays

Im Vergleich zu tragbaren Displays wie Viture XR und Rokid Max legt die Xreal One Pro einen starken Fokus auf visuelle Stabilität und optische Klarheit. Der eigene Spatial-Chip hebt sie von vielen Alternativen ab, die stärker auf die Verarbeitung durch das Host-Gerät angewiesen sind.

Damit positioniert sich das Gerät als starke Option sowohl für Produktivitäts- als auch für Medienszenarien.

Für wen eignet sich die Xreal One Pro?

Das Gerät eignet sich besonders für:

  • Remote arbeitende Fachleute
  • Vielreisende
  • Entwickler und Tester
  • Produktivitätsorientierte Nutzer
  • Gamer, die ein mobiles großes Display suchen
  • Nutzer, die Korrekturgläser benötigen

Weniger geeignet ist es möglicherweise für Nutzer, die vollständig eigenständige AR-Funktionen oder ein immersives Sichtfeld auf VR-Niveau suchen.

Fazit

Die Xreal One Pro stellt einen ausgereiften Fortschritt in der Technologie tragbarer Displays dar. Statt vollwertige Augmented-Reality-Funktionen zu versprechen, die sie nicht halten kann, konzentriert sie sich darauf, ein stabiles und hochwertiges virtuelles Bildschirmerlebnis in einem leichten und mobilen Formfaktor zu bieten.

Für Fachleute und Enthusiasten, die eine mobile Multi-Monitor-Lösung suchen, bietet die One Pro eine starke Balance aus Leistung, Komfort und Praxistauglichkeit.

Auch wenn sich die Kategorie weiterentwickelt, setzt die Xreal One Pro einen hohen Maßstab für die heute erhältlichen tragbaren Displays.

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João Noronha

Geschrieben von

João Noronha

XR- und Immersive-Content-Spezialist bei VR Expert

João Noronha ist XR- und Immersive-Content-Spezialist bei VR Expert und interessiert sich besonders für neue Technologien und deren praktische Anwendungen. Er konzentriert sich darauf, komplexe Entwicklungen in den Bereichen VR, AR, KI-Brillen und immersive Technologie in klare, praxisnahe Inhalte für Unternehmen und Fachleute zu übersetzen, die sich mit der XR-Branche befassen.

Häufig gestellte Fragen

Dieser Artikel

Sie verfügt über einen eigenen X1-Spatial-Chip für Bildstabilität, größere Sony-Micro-OLED-Panels für mehr Helligkeit und Schärfe, eine dreistufige elektrochrome Abdunkelung sowie ergonomische Verbesserungen für längere Sitzungen.

Ja. Mit der Nebula-Software kann sie mehrere virtuelle Displays rund um den Nutzer platzieren, sodass ein Laptop als Multi-Monitor-Arbeitsplatz dient, ohne dass zusätzliche Bildschirme mitgenommen werden müssen.

Sie wird über USB-C DisplayPort Alt Mode mit Windows-Laptops, MacBooks, Android-Smartphones mit Videoausgabe, Steam Deck, ASUS ROG Ally und kompatiblen Spielkonsolen verbunden, wobei teilweise ein Adapter erforderlich ist.

Ja, über ein System mit Einsätzen für Korrekturgläser, das stärkere Sehstärken und die Korrektur von Astigmatismus unterstützt. Dafür sind allerdings individuell angefertigte Gläser statt einer integrierten Dioptrieneinstellung nötig.